Home Blog erstellt am: : 16/10/07 Zuletzt aktualisiert : 24/01/08 03:08 / 65 veröffentlichte Einträge
 

Glauben?  (Tagebuch) Verfasst: Donnerstag, den 24. Januar 2008 03:08

Heute waren wir zum ersten Mal in diesem Jahr wieder am Fluß. Er sieht so verdammt friedlich aus und ich wünschte es wäre schon Sommer. Dann wäre ich wohl hinein gesprungen. Aber ich weiß auch, daß er sich sobald die wirklich warmen Tage zurück kehren, wieder in ein reißendes und sehr gefährliches Flußbett verwandeln wird. Klar, wenn der Schnee aus den Bergen schmilzt, kommt er in flüssiger Form ins Tal.

 

Als ich auf einem Stein saß, mir die Sonne ins Gesicht scheinen ließ und mein Schatz mir den Kopf kraulte- da wünschte ich mir, daß dieser Moment ewig andauern würde. Als ich die Augen schloß und dem plätschern des Wassers zuhörte, da kam es mir vor, als ob ich mir eine Entspannungscd anhörte. Es war ein wirklich schöner Moment und wir stellten fest, daß wir das schon verdammt lange nicht mehr getan haben. Im Anschluß haben wir noch ein paar Dinge eingekauft, die Küche gemeinsam gemacht und die Wäscheberge sortiert. Es ist wieder eine Wäsche fertig und im Schlafzimmer duftet es nach Lenor.

 

Und doch ist es wieder kurz vor 3 und ich kann nicht einschlafen- bin noch nicht einmal müde. Mein Schatz muß Morgen früh wieder zur Arbeit und kommt auch vor 20 Uhr nicht zurück. Er hat Schichtdienst und das sind teilweise sehr verrückte Zeiten, zu denen er zur Arbeit muß. Wenn ich ihn so anschaue, so stelle ich fest, daß auch er schon lange nicht mehr gelacht hat und wie sehr ihm dieser ständige Wechsel der Arbeitszeiten zusetzt...

 

Er sagt, daß sich dieses Jahr vieles zum positiven verändern wird.

 

Ich kriege meistens die Motten, wenn ich das höre und komme mir zeitgleich schon vor, wie eine verbitterte alte Tante. So abgeklärt, desillusioniert und hoffnungslos. Aber wie er mir sagte, wenn wir nicht mehr daran glauben, keine Träume mehr haben und keine Hoffung- dann wird sich auch nichts verändern. Ja- ich sage mir dann aber, wenn ich mich immer wieder freue und es passiert nichts, dann geht es mir nachher noch schlechter. Enttäuschte Hoffnungen und Träume sind schlimmer, als wenn man keine hat bzw. sich nicht so herein steigert. Den Fehler habe ich früher immer gemacht- naiv wie ich war. Mich in alles hinein gesteigert und war dann sehr enttäuscht- ja am Boden zerstört, wenn es nicht eintraf. Vieles kann man gewiß verändern- aber ich glaube NICHT mehr daran, daß man alles haben kann, wenn man es sich nur gut genug vorstellt. Wie konnte ich das nur jemals glauben...

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Eigenartige Träume  (Tagebuch) Verfasst: Mittwoch, den 23. Januar 2008 03:19

Heute Nacht hatte ich einen eigenartigen Traum. Ich träumte, daß wir in einem anderen Haus wohnten mit einem Gemeinschaftgarten. Eigentlich wollte ich dort gar nichts mit zu tun haben, aber dann, eines Tages begann ich zu einer für mich unchristlichen Zeit am Morgen, Blumen einzupflanzen. Ich saß den ganzen Tag daran und kurz bevor es dunkel wurde, ging ich in die Wohnung zurück und war sehr stolz auf mein Werk. Vor allem aber zufrieden. Ich spürte ihn endlich wieder, diesen zarten Frieden, der sich in meinem Herzen einnisten wollte. Als mein Schatz dann von der Arbeit nach Hause kam und ich ihm alles zeigen wollte, war alles weg. Der Sohn des Hausmeisters hatte alles nieder gemäht. Ich konnte es einfach nicht fassen. Etwas später träumte ich dann noch, daß ich schwanger wäre- aber niemand wollte mir bei der Geburt des Kindes helfen. Diese Träume sind wirklich eigenartig. Letztens träumte ich sogar, daß meine Mom uns besuchen wollte- allerdings hatte sie sich ein hübsches Hotelzimmer gemietet. Als ich sie dann abholen wollte (ich konnte auf einmal Auto fahren), da sah ich einen Tornado, wie er gerade vom Himmel herab kam. Ich fuhr schneller und wollte die Leute in dem Dorf warnen, aber niemand nahm mich ernst. Und selbst meine Mom glaubte mir nicht, ich konnte sie einfach nicht davon überzeugen, welche Gefahr uns drohte. Die Krönung war, sie wollte sich sogar die Gegend erst einmal ansehen?! Kurze Zeit später, wir diskutierten noch im Hotelzimmer, kam der Tornado vorbei und zerbarst alle Fensterscheiben. Ich weiß noch wie ich sie auf den Boden schmiß und sehe noch immer diesen ungläubigen Gesichtsausdruck. Dann war der Traum vorbei... Nun ja, wenn ich dann aufwache und mir die Sonne ins Gesicht scheint bin ich doch froh, daß diese Träume vorbei sind. Ich bin kein Psychologe, aber sie kommen mir schon recht seltsam vor. Ich wünsche mir endlich mal einen ganz normalen Traum zu haben. Seit ich 14 Jahre alt bin habe ich nun schon fast jeden Tag Alpträume. Ich habe mich daran gewöhnt und ich weiß, daß ich damit viel verarbeitet habe. Früher bin ich immer auf der Flucht gewesen- irgendwann hörte das auf. Ich glaube, weil ich gesagt hatte, dann komm doch, jetzt mach ich Dich fertig oder auch, weil eine Art Resignation eingetreten ist. Dann gab es auch wieder Zeiten (das waren dann die auf dem Psychopharmakaentzug), wo ich gar nicht träumte- bzw. mich an nichts erinnern konnte? Ich frage mich manchmal, wie es wohl ist ganz normal zu träumen. Was träumen Menschen, die ein ganz normales Leben führen und die keine so krasse Vergangenheit haben? Ich würde auch gern mal einen solchen ganz normalen Traum haben. Aber das wird wohl erst kommen, wenn der Rest in Ordnung ist und so langsam dämmert mir auch, was mein erster Traum mit dem Garten mir sagen wollte...
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Ansonsten...  (Tagebuch) Verfasst: Dienstag, den 22. Januar 2008 03:29

Ansonsten geht es mir unverändert und deshalb schreibe ich auch nicht viel... Es gibt momentan einfach nichts was ich groß schreiben könnte. Draußen stürmt und regnet es und wenn ich auf dem Balkon stehe und die Augen schließe, dann träume ich mich in mein Schloß. Es gibt einen Ort, zu dem ich gedanklich immer wieder hin gehe. Ich weiß nicht, ob ich jemals darüber geschrieben habe? Nein ich glaube nicht! Nun ja, in diesem Schloß, da ist ein Zimmer- in ihm steht ein Flügel. Der Raum hat keine Tür, aber Fenster- riesengroße Fenster mit langen Gardinen, die im Wind hin und her wehen. Wie man es so aus alten Gruselfilmen kennt. Nur das es für mich nicht unheimlich ist. An diesem Flügel, umgeben von Kerzenschein sitzt ein Mann- ich kann ihn nie erkennen und ich glaube das ist auch nicht wichtig und er spielt. Er nimmt mich nicht einmal wahr. Vielleicht ist es eine verlorene Seele aus einer anderen Zeit, aber wer er auch ist- ich lausche den Klängen von seiner Musik. Manchmal öffne ich sogar die Fenster und steige hinaus in den Garten. Es ist immer Nacht und es regnet. Doch ich empfinde den Regen wie eine Seelendusche. Dann gehe ich zum Rosenpavillion und bleibe einfach stehen. Die Klänge der Musik werden vom Wind zu mir getragen und alles zusammen ergibt den Zustand, indem ich mich sehr oft befinde. Ich kann noch nicht einmal sagen, warum es ausgerechnet der Flügel ist- oder vielmehr die Klaviermusik. Sie hat mich stets zutiest berührt und sie war die einzige Musik, die meine Stimmungen wieder geben kann. Deshalb habe ich auch das Lied "Für Elise" mit in die Jukebox genommen. Es spiegelt die Sehnsucht- nicht nur nach der Liebe! Nein, dieses Lied sagt soviel mehr aus. Es ist die Sehnsucht nach Glück, nach dem Leben und eine melancholische Stimme der Einsamkeit.
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Warum die Kommentarfunktion deaktiviert ist  (Tagebuch) Verfasst: Dienstag, den 22. Januar 2008 03:03

Weil ich ganz einfach keine Kommentare möchte- gar keine!
 
 
Sicherlich wird dies irgendwann wieder verändert, aber momentan nicht. Die Möglichkeit die Kommentare individuell deaktivieren zu können, ist der einzige Grund, warum ich hier überhaupt noch schreibe und endlich wieder offen und ehrlich sein kann. Ich bitte darum, daß dies akzeptiert wird und nicht nach anderen Möglichkeiten gesucht wird, dies nachzuholen. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, dann werde ich von ganz alleine alles wieder frei schalten und auch bereit sein, über die Themen zu diskutieren. Aber momentan ist das nicht der Fall und ich bitte nochmals darum, dies zu akzeptieren.
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Krass  (Tagebuch) Verfasst: Dienstag, den 22. Januar 2008 02:52

Sitze vor dem Fernseher und wundere mich, was da so kläglich miaut. Immer dem miauen hinterher entdecke ich mit einem Mal unseren Kater eingeklemmt im gekippten Fenster. Mein Gott, das war so krass, diese Bilder werde ich wohl nicht so schnell vergessen. Die Pfote war genau im Schlitz und verdreht. Ich habe so eine Panik geschoben, wußte echt nicht was ich machen sollte. Ich habe ihn dann erst mal angehoben und das miauen wurde immer lauter. Irgendwie- durch 20 Schutzengel oder so, habe ich es dann geschafft die Pfote heile wieder heraus zu bekommen. Er muß an den Gardinen hoch geklettert sein und dann abgerutscht. Mein Gott, sowas will ich nie wieder erleben müssen. Krass...
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